Kaffee-Mythen im Check

18.Juli.2018 CoffeeFACTS

Um den Kaffee, das beliebteste Getränk der Deutschen, ranken sich zahlreiche Mythen. Doch was ist dran an Geschichten rund um Bluthochdruck, Verdauung und das Suchtpotential des „schwarzen Goldes“? Wir haben uns einmal einige der verbreitetsten Legenden angesehen und auf ihre Stichhaltigkeit geprüft.

Kaffee verursacht Bluthochdruck

Kaffee schmeckt nicht nur gut, sondern hat zusätzlich Effekte auf den menschlichen Organismus. So stimuliert er unter anderem das zentrale Nervensystem und beschleunigt den Puls. Dadurch wird auch der Blutdruck angehoben. Was für die meisten Menschen kein Problem darstellt, kann für Menschen mit erhöhtem Blutdruck durchaus zum Problem werden. Insbesondere, wenn sie nur sehr selten Kaffee konsumieren und der Körper nicht an diese Art der Stimulanz gewöhnt ist. Genießen sie allerdings häufiger einmal eine Tasse, stellt sich nach recht kurzer Zeit ein Gewöhnungseffekt ein. Der Körper reagiert dann kaum noch mit einem Plusanstieg auf Kaffee. Das gilt laut Experten für bis zu fünf Tassen am Tag. Menschen, die an Bluthochdruck leiden und auf Nummer sicher gehen wollen, sollten darüber nachdenken, auf eine entkoffeinierte Sorte umzusteigen. Dann kann problemlos häufiger der Weg zur Kaffeemaschine angetreten und mehr getrunken werden.

 

Kaffee macht süchtig

Die gute Nachricht zuerst: Kaffee beziehungsweise Koffein machen nicht süchtig. Darin sind sich die Experten mittlerweile einig. Allerdings tritt ein Gewöhnungseffekt ein, wenn man das Getränk regelmäßig konsumiert. Das wiederum hat positive Effekte, aber auch negative. Denn der Körper und auch das Gehirn stellen sich darauf ein, mit Koffein in Kontakt zu kommen. Bleibt diese Dosis aus, kann es kurzzeitig zu Kopfschmerzen oder Müdigkeit kommen, da sich die Durchblutung des Gehirns ohne das von außen zugeführte Koffein ändert. Dieser Effekt hält allerdings nicht lange an. Falls Du mal eine Auszeit vom Kaffee einlegst und kurzzeitige „Entzugserscheinungen“  auftreten, gibt es einfache Tipps, wie Du sie bekämpfen kannst. Mehr dazu gibt es hier.

 

Kaffee regt die Verdauung an

Das im Kaffee enthaltene Koffein hat tatsächlich Auswirkungen auf die Verdauung. Dies bestätigt unter anderem Birgit Warnecke, Expertin für Kaffee und Gesundheit beim Deutschen Kaffeeverband. Denn Koffein fördert nicht nur die Bewegungen im Darm, sondern auch bestimmte Prozesse in der Gallenblase. Die Galle wiederum fördert den Verdauungsprozess. Zusätzlich wird die Produktion von Magensäure angeregt. Wie stark diese Effekte sind, ist allerdings eine sehr individuelle Angelegenheit und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Daher die Empfehlung: Wenn man sich unsicher ist, sollte man die Kaffeemaschine nicht zu häufig besuchen und ein wenig darauf achten, wie Darm und Co. reagieren.

 

Kaffee entzieht dem Körper Wasser

Auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält: Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Das hat unter anderem eine Studie des „Center for Human Nutrition University of Nebraska Medical Center“ herausgefunden. Unter der Leitung von Kristin J. Reimers fand das Forscherteam heraus, dass Kaffee in die tägliche Wasserbilanz (1,5 - 2,5 Liter Flüssigkeit sollte man – je nach Quelle – trinken) eingerechnet werden darf. Denn er entzieht dem Körper eben kein Wasser. Da es neben dem Kaffee aus der Kaffeemaschine in der Küche fast immer auch Wasser gibt, sollte man sich hiervon ebenfalls öfter einmal ein Glas gönnen – es schadet ja nicht :)

 

Kaffee ist ein Aphrodisiakum

Wenn es noch romantisch werden soll, ist Kaffee – gerade nach dem Essen genossen – durchaus eine gute Idee. Ähnlich wie bei Kakao, den die Maya in Mittel- und Südamerika bereits als „Trank der Götter“ bezeichneten, sorgt Kaffee dafür, dass die Lust bei den meisten Menschen steigt. Hauptgrund ist das in den Bohnen enthaltene Koffein. Es regt den Kreislauf an und erhöht nachweislich die Konzentration. Neben Kaffee werden auch anderen Lebens- und Genussmitteln solch „stimmungsaufhellende“ Eigenschaften nachgesagt. Dazu zählen unter anderem Artischocken, Austern, Chilis, Pfeffer oder auch Granatäpfel.

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