5 Bürokaffee-Kollegen, die jeder kennt

28.September.2018 Kaffeeklatsch

Der Grenzdebile

Seit Jahren sitzt er oder sie einem gegenüber. Man kennt sich, hat schon hunderte Male zusammen Mittag gegessen, Erfahrungen geteilt, Höhen und Tiefen durchlebt, dennoch: bis zum heutigen weiß der Grenzdebile nicht, wie ich meinen Kaffee trinke. „Mit Milch und Zucker? Cappuccino oder Latte Macchiato?“ „ICH TRINKE IHN SCHWARZ“, möchte man ihm am liebsten entgegenpusten, kann es aber nicht, weil sonst der Geschäftsführer eine neue Teambuildingmaßnahme bei der Esoterikerin um die Ecke bucht. Da bleibt nur eins: Geduldig erläutern wie man seinen Kaffee trinkt.

 

Die Mutter Theresa

„Will jemand Kaffee haben?“ Neben Lob und Gehaltserhöhungen der wohl schönste Satz, den man im Betrieb zu hören bekommt. Jeder sollte so eine Person im Kollegium haben. Die Kunst liegt jedoch in der Ausnahme. Diese wunderbare Geste des Zusammenlebens sollte nicht ausgenutzt werden. Außerdem muss stets Top-Kaffee serviert werden. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Mutter Theresa den Kaffee nicht mehr mag und schlichtweg keinen mehr ziehen will. Fragt nicht. Alles erlebt.

 

Der Messi

Der Künstler unter den Bürokaffee-Trinkern. Warum? Dutzende Tassen versperren ihm die freie Sicht auf seinen Schreibtisch. Erdreist er sich doch noch mal die verkrusteten Kaffeetassen mit angebautem Kaffeesatz  zu entfernen, sieht er sich einer Menage von Kaffeerändern gegenüber, die stark an Michelangelos Fresken in der Sixtinischen Kapelle erinnern – jedoch lediglich in seiner Wahrnehmung. Das Chaos scheint ihn nicht zu stören. Im Gegenteil – er arrangiert sich mit ihm. Schwamm drüber, hoffentlich wäscht er sich nach dem Toilettengang wenigstens die Hände.

 

Der Hipster

„Ich trinke nur den entkoffeinierten Kopi Luwak-Kaffee mit Hafermilch. Den Rest vertrage ich nicht.“ Er macht Kaffee zur Wissenschaft. Während wir früher einfach eine „Tass Kaff“ getrunken haben, ist es für den Hipster eine Religion. Er weiß, woher die Kaffeebohnen kommen und er entscheidet, ob er gefiltert oder mit einer Siebträgermaschine gepresst werden soll. Für Cold Brew holt er seine eigens hergestellten Reagenzgläser aus seinem Jutebeutel. Manche sagen, er sei ein Genießer, den Kollegen geht diese Attitude aber gehörig auf den Gaumen!

Der Ignorant

Einmal, bitte nur einmal kann er mich fragen, ob ich auch einen Kaffee will. Täglich läuft er fünf Mal zum Kaffeeautomaten in die Teeküche und nichts passiert. Er tut immer auf beschäftigt und bekommt doch eigentlich kaum was auf die Reihe. Sein voller Terminkalender ist sein stummer Schrei nach Anerkennung. Er setzt sich gemütlich an den Rechner, während uns der warme und leidenschaftliche Kaffeegeruch die Nase streichelt. Dabei ist doch klar, dass die größte Lust ist, Lust zu bereiten. Er sollte es mal probieren. Nur, wer soll es ihm sagen?

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