Interview mit dem BDV-Geschäftsführer Dr. Aris Kaschefi

13.April.2017 CoffeeFACTS

Die Messe Eu'Vend Köln ist die internationale Fachmesse für die Vending-Automatenwirtschaft. Mehr als 200 Aussteller präsentieren in der Messe Köln ihre Produkte. Dazu gehören Verkaufs- und Waren-Automaten, Füllprodukte für den Food und Non-Food Bereich, Betriebssysteme, Zahlungssysteme und entsprechende Dienstleistungen. Kurzum: Es ist die Oscarverleihung unter den Vending-Events. Natürlich darf ein Player nicht fehlen: Der Bundesverbandes der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV). Vor dem großen Event haben wir die Gunst der Stunde genutzt und mit dem Geschäftsführer des BDV gesprochen.

Die Vending-Branche ist im Aufschwung, jedoch bleibt den Verbrauchern der Einblick in diese Branche weitestgehend vergönnt. Das möchten wir ändern. Für euch haben wir den Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV), Dr. Aris Kaschefi, interviewt. coffee at work ist selber Mitglied im Verband und versucht gemeinsam mit dem BDV Licht in die Blackbox „Automatenbranche“, speziell in die Kaffeemaschinenbranche, zu bringen. Lest hier über die Antworten von Herrn Dr. Kaschefi über die Vending-Branche.

Teil 1: Was macht der BDV?

„Der Bundesverband der Deutschen Vending-Automatenwirtschaft (BDV) ist die führende Vereinigung aller Hersteller und Füllprodukte-Lieferanten für die Dienstleistung durch Automaten und der entsprechenden Füllfahrer und Automatenbetreiber, die in dieser Branche tätig sind“, so Herr Dr. Aris Kaschefi vom BDV. Was das bedeutet? Der BDV repräsentiert die Vending-Branche in Politik, Medien, Gesellschaft und Wirtschaft. Neben der Interessenvertretung der Mitglieder gehört auch das Transparenzschaffen gegenüber den Verbrauchern zu den Aufgaben des Verbandes.

 

Teil 2: Welche Rolle spielen Automaten in unserem Leben?

„Der Automat ist heute so aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken“, so Dr. Kaschefi. Verbraucher können heutzutage alles Mögliche aus Automaten beziehen: Geld abheben, am Service-Terminal am Flughafen einchecken, Snacks oder Kaffee kaufen. Da hört es vielleicht in der Praxis auf, aber theoretisch ist es weiterhin möglich, auch Bier über Automaten zu verkaufen, sofern es in der Öffentlichkeit nachgefragt wird. Hier sei es von besonderer Bedeutung, die Qualitätssicherung zu wahren, um die Branche weiterzuentwickeln, so Dr. Kaschefi. Solange die Qualitätssicherung durch den professionellen Dienstleister gewährleistet ist, kann der Automat jedes Produkt ausgeben.

 

Teil 3: Wie wird sich die Automaten-Branche weiter entwickeln?

Durch das grenzenlose Spektrum an Angebotsmöglichkeiten in Automaten, werden wir zukünftig an weiteren Orten neue Automaten mit neuen Angeboten und Dienstleistungen antreffen. Dr. Kaschafi erklärte uns, was wir zu erwarten haben: „Wir werden alles über Automaten verkaufen können, was der Verbraucher sich wünscht und so auch in den nächsten Jahren ein neues Gesicht bekommen – ein Gesicht der vielfältigen Momente.“

Schon heute gibt es neben Kaffee und Snacks die kuriosesten Dinge aus Automaten zu erwerben: Gold, Kaviar, Socken, Bohrmaschinen, ja sogar Angelwürmer und Ballerinaschuhe! Man würde bald Pflegeprodukte oder Schrauben in Automaten finden und Automaten in Waschstraßen, Hotels und im Supermarkt antreffen können, zählte uns Herr Dr. Kaschafi auf.

 

Teil 4: Welche Chance bietet die Digitalisierung für die Branche?

Das Naturell der Vending-Automatenbranche mit ihrem Schwerpunkt auf Lebensmitteln prädestiniert sie schon zur Weiterentwicklung: Da sich Sicherheit und Qualität die Priorität Nummer 1 teilen, wird ein stetiger Fortschritt in den Bereichen angestrebt, was zur Weiterentwicklung führt.

Zudem ist sie auch eine sehr technische Branche, erklärte uns Dr. Kaschefi weiterhin. Genau diese Komponente ermöglicht die im Rahmen der Digitalisierung in der Gesellschaft und Wirtschaft entstehenden neuen Strömungen aufzugreifen. Dazu gehören App-Payment, Touchscreen und auch die Möglichkeit, Emotionen über Technik zu wecken – und auch das können Automaten.

 

Teil 5: Warum sind über die Hälfte aller Automaten in Deutschland Kaffee-Vollautomaten?

Zwei Drittel aller Automaten, die es heute in Deutschland gibt, sind Heißgetränkeautomaten. Die Ursache liegt für Herrn Dr. Kaschefi auf der Hand: „Kaffee macht den meisten Menschen Spaß, Kaffee ist ein Genuss.“ Dem können wir nur nickend und mit einem Lächeln im Gesicht zustimmen. So wie der Barista hinter der Theke eines Cafés, sorgt auch der Automatendienstleister, der die Maschine eingestellt hat, als Barista für den guten Kaffee.

 

Teil 6: Warum stehen die meisten Automaten in Betrieben?

Die Zahl der Automaten in Betrieben ist historisch gewachsen, informiert uns Dr. Kaschefi: 80 Prozent aller Automaten stehen in Betrieben. „Heute sind wir noch ein reiner Betriebsmarkt-Verpfleger“, sagte er. Das größte Wachstum generieren die Automaten im Büro-Kaffee-Servicebereich, wo eine Weiterentwicklung durch die Notwendigkeit von dezentraler Kaffeeversorgung gegeben sein wird. Auch der öffentliche Bereich wächst, erklärte er. Dort wird es zukünftig weitere Automatenlösungen geben.

Teil 7: Welche Rolle spielen Werte wie Transparenz oder Verbraucherschutz?

Ethische Standards wie Verbraucherschutz, Transparenz, Qualität und Sicherheit sind in der Vending-Branche von großer Bedeutung und der BDV verfolgt das Ziel, durch deren Kommunikation nach außen hin Transparenz zu schaffen. Der Verband sieht sich in der Sache als Aufklärer. Dr. Kaschefi betonte, dass der Automat zwar inzwischen akzeptiert wurde und eine bessere Wahrnehmung genießt als in der Vergangenheit, allerdings eine weitere Arbeit daran, dass der Automat die Wertschätzung bekommt, die er verdient, nach wie vor aktuell ist.

 

Teil 8: Gibt es ein Qualitätssiegel für Automaten?

Laut Dr. Kaschefi werden immer mehr Unternehmer gefragt, ob sie zertifiziert sind. Daher hat der BDV ein eigenes brancheninternes Zertifikat, was sämtliche Qualitätsstandards hält, die auch ein ISO-Standard bietet, entwickelt. Eine unabhängige Auditorin prüft die Mitgliedsunternehmen in dem Hinblick. Durch das Zertifikat ist der Branche eine transparente und sichere Kommunikation nach außen gewährleistet.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Dr. Aris Kaschefi, dass er sich Zeit für uns genommen und uns unsere Fragen beantwortet hat. Und auch dem BDV einen herzlichen Dank für ihre Arbeit!

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