Erkältung: Welche alten Hausmittel wirklich helfen

Ojemine! Mehrere Pakete von Taschentüchern türmen sich auf dem Schreibtisch der Kollegin. Ab und an hört man auch ein lautes “Hatschi” und wünscht dann ebenso laut “Gesundheit”. Da bereitet man der Kollegin doch liebend gern einen Cappucino in der Pause zu und lässt dann liebend gerne all die kleinen Hausmittelchen Revue passieren, die man so gegen die Erkältung kennt. Nur: Welche wirken denn davon wirklich?

Generell gilt erstmal: Dauert der Schnupfen oder die Erkältung länger als eine Woche sollte man zum Arzt gehen. Das gilt auch dann wenn das Fieber dramatisch steigt oder man sich schlechter fühlt. In diesem Fall ist es besser man bleibt zu Hause und kuriert sich aus anstatt eventuell die Kollegen und Kolleginnen anzustecken.

Fieber - damit bekämpft der Körper die Infektion. Er kurbelt sozusagen die Betriebstemperatur hoch um den Stoffwechsel anzukurbeln. Deswegen sollte Fieber nicht unterdrückt werden, es gehört zum Gesundwerden dazu. Allerdings: Wenn das Fieber zu hoch steigt sollte man, wie schon erwähnt, besser zum Arzt. Bei Fieber hilft am Besten viel Wasser und Tee trinken und im Bett bleiben. Essig- oder Wadenwickel helfen die Temperatur zu senken. Ergänzen kann man die Behandlung durch das Trinken von Lindenblüten- oder Holundertees am Abend.

Wenn die Kehle rau wird und das Schlucken anstrengt: Erstmal den Hals warm halten und viel trinken. Ob Kaltes oder Warmes, das ist dann Geschmackssache. Das Gurgeln mit Salbei- oder Kamillenblütentee - am Besten selbstgemacht, die Zutaten bekommt man in der Apotheke - mehrmals bis zu zehn Minuten am Tag ist hier die richtige Medizin. Nach dem Gurgeln sollte man allerdings den Tee immer ausspucken. Ein altes Hausmittel sind übrigens Kartoffelwickel. Weichgekochte Kartoffeln - vier bis sechs Stück - auf ein Handtuch verteilen, dass vorher mit Krepppapier ausgelegt wurde. Dann die Masse vorsichtig einrollen und zerdrücken. Kartoffeln geben die Wärme kontinuierlich ab und tuen den Hals wohl. Übrigens auch ein gutes Mittel bei Husten - und auch als Brustwickel benutzbar. Dann sollte man die Kartoffeln aber zu einem kleinen Paket zusammenformen.

Erkältungsbäder helfen bei Husten ebenfalls. Zehn Minuten bei 38 Grad baden belebt und erfrischt. Achten sollte man hier auf Erkältungsbäder mit Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl. Diese Öle lösen das Sekret aus der Nase und helfen damit auch gegen Schnupfen. Doch Vorsicht: Bei Fieber sollte man auf das Bad verzichten. Dann aber sind Inhalationen mit diesen Ölen durchaus genau das Richtige.

Natürlich: Inhalationen helfen auch bei Schnupfen. Am Besten aber ist immer noch die gute alte Hühnersuppe sofern man sie selbst zubereitet. Die Inhaltsstoffe der Suppe wirken antibakteriell, hemmen die Infekte der oberen Atemwege und lindern Gliederschmerzen. Bei Fertigsuppen ist der Effekt nicht ganz so gut, deswegen besser sich einmal aus dem Haus wagen, frische Zutaten einkaufen und dann kanns losgehen mit dem Essen gehen die Erkältung: In der Gemüsebrühe ein Suppenhuhn mit Suppengemüse, also mit Lauch, Sellerie, Karotten, Petersilie, Lorbeerblättern und Wacholderbeeren erhitzen. Das Ganze eineinhalb Stunden köcheln lassen. Dazu Suppennudeln abkochen und zusammen mit dem geschnittenem Hüherfleisch in der Gemüsebrühe servieren. Zwei Teller am Tag sollten es dann schon von dieser leckeren Medizin sein.

Mit diesen Ratschlägen gewappnet kann man der Kollegin dann schon tröstend beiseite stehen. Manchmal hilft ja auch schon ein gemütlicher Abend mit Freundinnen auf dem Sofa, einem Gute-Laune-Film im DVD-Rekorder und einem heißen Irish-Coffee. Zur Hühner-Suppe dann…

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Coffee at Work