Zugegeben: Kaffee alleine ist es nicht, eine Prise Sport muss dabei sein. Aber die Kombination von beiden Elementen bewirkt bei Männern eine deutliche Senkung des Prostatakrebs-Risikos. Festgestellt hat das die Harvard Universität in Boston, die seit 1986 die Lebensgewohnheiten von 50.000 Menschen untersucht.
Zahnärtzte, Apotheker, Optiker, Osteopathen, Fußtherapeuten und Veterinäre wirken an dieser Langzeitstudie mit. Sie füllen regelmäßige Fragebögen zu ihren Lebensgewohnheiten aus, die Forscher hatten zudem die Erlaubnis die Erkrankungen der Beteiligten zu dokumentieren. Dabei wurde festgestellt, dass starke Kaffeetrinker zu 60 Prozent seltener an einem Prostatakarzinom erkranken. Die Ursache? Da sind sich die Forscher nicht ganz einig. Bewiesen ist, dass Kaffee sich günstig auf den Insulin- und Glukosestoffwechsel auswirkt. So haben andere Untersuchungen bestätigt, dass Kaffeetrinker seltener an Diabetis erkranken. Vielleicht könnte es auch an den Mineralien und Antioxidanzien liegen.
Treiben die Kaffeetrinker zusätzlich noch Sport, senkt sich das Risiko an einem Prostatakarzinom zu erkranken noch einmal deutlich stellten die Forscher zudem fest. Dabei reichen schon leichte sportliche Tätigkeiten. Mehr als 90 Minuten forciertes Gehen reduzierte die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung um 51 Prozent - selbst Patienten, die schon an Krebs erkrankten konnten nachweislich ihr Leben verlängern. Diese Effekte könnten auch durch präventive Wirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zustande kommen.
Ob der Kaffe aber nun klassisch, kräftig oder mild sein muss, dass haben die Forscher leider nicht verraten. Vielleicht ist das aber auch nicht so wichtig für das gute Gefühl der ersten Tasse Kaffee am frühen Morgen.
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