Studie: Deutsche arbeiten in der EU mit am längsten

Eine neue EU-Studie zur Entwicklung der Arbeitszeiten im Jahr 2008 zeigt, dass die Deutschen höhere Wochenarbeitsstunden haben als die Beschäftigten der meisten anderen europäischen Länder. Im Durchschnitt sind es 41,2 Stunden. Nur in Rumänien, Tschechien und Österreich wird täglich ähnlich viel gearbeitet.

2003 lagen die wöchentlichen Arbeitszeiten der Deutschen noch bei 39,6 Stunden. Tariflich vereinbart ist eigentlich eine Wochenarbeitszeit von 37,6 Stunden - doch die meisten Beschäftigten machen Überstunden. Außerdem sind die tariflichen Vereinbarungen in vielen Betrieben nicht wirksam, da dort keine Tarifbindung herrscht.

Beim Urlaub allerdings ist Deutschland in der EU Spitze. Nur die Schweden haben mit 33 Urlaubstagen noch mehr Anspruch als die Deutschen mit 30 Tagen im Jahr. Der EU-Durchschnitt liegt bei 25,2 Tagen. Am wenigsten Urlaub gibt es in Zypern und Estland: dort haben die Beschäftigten nur 20 Tage Urlaub im Jahr.

Bei der Betrachtung der Arbeitszeit im ganzen Jahr liegt Deutschland mit 1.650 Stunden ganz am Ende des EU-Durchschnitts. Nur in Schweden und Dänemark wird ähnlich wenig gearbeitet. Im Schnitt liegt die jährliche Arbeitszeit in der EU um 100 Stunden höher - Beschäftigte in Rumänien arbeiten sogar 200 Stunden mehr.

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