Kaffeebohnen sind schon seit jeher ein Volksmittel gegen Mundgeruch, wenn man sie zerkaut. Doch nun haben israelische Forscher entdeckt, dass Kaffeeextrakt tatsächlich ein antibaktrielles Molekül enthält, das für frischen Atem sorgt. Nur in Verbindung mit Milch wird ein gegenteiliger Effekt erzielt. Aber schwarz getrunken ist Kaffee gegen schlechten Atem wirksam - die Forscher wollen entsprechende Produkte wie Mundwasser und Kaugummis auf den Markt bringen.
Auf einer Konferenz der ISBOR (International Society for Breath Odor Research) in Dortmund stellten Forscher um Mel Rosenberg von der Universität in Tel Aviv die erstaunlichen Ergebnisse der Testreihe vor. Angefangen hatte das Projekt eigentlich mit der Ausgangsthese, Kaffee würde Mundgeruch auslösen. Die Forscher versetzten drei verschiedene Kaffee-Extrakte mit Speichel und beobachteten die Entwicklung.
Zu ihrer Überraschung entstand kein übler Geruch - sondern ein angenehmer Duft. In Kaffee gibt es nämlich ein Molekül, das antibaktriell wirkt. Nur in Verbindung mit Milch werden beim Kaffeegenuss im Mundraum Bakterien wirksam, die bei der Zersetzung einen unangenehmen Geruch freisetzen.
Übrigens: der schwarze starke kleine Espresso ist auch ein Produkt von Coffee at Work: der Frischbrühkaffeautomat des Testsiegers enthält insgesamt sieben Kaffee - und eine Schokoladenspezialität für verwöhnte Genießer.
Als nächsten Schritt wollen die Forscher das antibakterielle Molekül im Kaffee isolieren, um neue Produkte gegen Mundgeruch zu entwickeln: Mundwasser, Kaugummi und Bonbons sollen eine Alternative zu Pfefferminz und Menthol werden. Im Volksmund ist das Zerkauen von Kaffeebohnen schon seit Alters her eine wirksame Methode gegen üblen Mundgeruch, ebenso wie Salbei, Myrrhe, -und das Zerkauen von roher, kleingehackter Petersilie.
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