Nicht nur Kaffeespezialitäten - auch heiße Schokolade ist ein Muss für den verwöhnten Gaumen während des Büro-Arbeitstages. Aber wenn man mal genau nachfragt, was denn nun eine Kakaobohne ist, und wie aus Kakaobohnen Schokolade wird, weiß kaum jemand Bescheid. Drum heute hier ein Überblick:
Erst einmal ist die Kakaobohne ist gar keine Bohne - sondern ein Samen. Die ursprüngliche Heimat dieses Kakaosamens ist Mittelamerika. Schon etwa 1.000 Jahre vor Christi Geburt kultivierten die Olmeken als erste den Kakaobaum - die Mayas folgten später, etwa 500 Jahre nach Chr. Zu den Azteken gelangte das berauschende Genussmittel erst im 12. Jahrhundert, als diese die Olmeken (oder auch Tolteken) unterwarfen. Mit der Kolonialisierung gelangte die Kakaobohne nach Europa, fand dort aber erst überhaupt keinen Anklang, weil der Kakao so bitter war. Erst als jemand auf die Idee kam, Zucker und Honig hinzuzufügen, begann die Schokolade ihren Siegeszug durch die westliche Kultur.
Die Olmeken bereiteten ein sauerbitteres Getränk aus Kakaogrieß, gemischt mit Wasser und manchmal Chili, Vanille oder Piment. Kakao war ausschließlich etwas für hochgestellte Männer - jährlich wurde ein großes Fest zu Ehren des Gottes der Schokolade gefeiert - und dem Kakaogetränk wurden göttliche Eigenschaften zugeordnet.
Bei den Mayas und Azteken waren Kakaobohnen sogar ein Zahlungsmittel, so wertvoll waren sie diesen Völkern. Der Begriff “Kakao” stammt von den Mayas und ist vom Ursprung her dem Gott des Windes zugeordnet. Das Wort “Schokolade” stammt von den Akzeten und bedeutet “herbes Wasser”.
Der Kakaobaum ist ein langsam wachsender Baum. Die Früchte wachsen ganz dicht an den Stamm gepresst. Würde man sie nicht ernten, sie würden am Stamm verfaulen. Affen sind ganz wild auf die großen, gelben bis roten Früchte, da das weiße Fruchtfleisch, die Pulpe, viel Zucker enthält. Jede Kakaofrucht enthält bis zu 50 Kakaobohnen.
Heute wird Kakao vor allem in Afrika angebaut, ganz überwiegend an der Elfenbeinküste. Kleine Familienbetriebe betreiben dort unter primitivsten Bedingungen winzige Kakaobaum-Plantagen. In Südamerika hingegen sind die Plantagen groß und professionell. Die Kakaobohnen werden üblicherweise in den aufgeschlagenen Früchten durch die Sonne getrocknet und nach einigen Tagen ausgelöst. Die Säcke mit den Kakaobohnen gehen zur Weiterverarbeitung vor allem in die USA und nach Europa.
Zur Hälfte besteht die Kakaobohne aus Fett: der Kakaobutter. Diese ist weiß und geschmacksneutral. Die Kakaobutter erinnert an Kokosfett und wird gerne in der Kosmetik als Grundlage für Salben etc. verwendet. Etwa 300 Substanzen sind bisher im Kakao definiert worden. Kakao ist sehr gesund. Er soll bei häufigem Genuss vor den wichtigsten vier Todesursachen in Industrieländern schützen: Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs und Diabetes.
Eine Tafel Schokolade besteht aus Kakaobohnen, Kakaobutter, Zucker, Milchpulver und Gewürzen. Bei der Herstellung wird besonders darauf geachtet, dass die Masse geschmeidig wird. Dafür müssen die zerkleinerten Kakaobohnen zusammen mit den anderen Zutaten erst sehr dünn gewalzt werden. Anschließend wird die Schokoladenmasse noch viele Stunden lang erhitzt und gerührt, bis sie cremig wird. Zum Abschluss wird die warme Masse gekühlt und in die jeweilige Form gebracht.
Zum Kuchenbacken empfiehlt es sich, echte Schokoladenkuvertüre zu verwenden, auch wenn das Kleinraspeln lästig ist. In Kuvertüre ist mehr Kakaobutter enthalten als in Schokoladenraspeln - also Fett, und das gibt dem Kuchen eine lockere Leichte.
Am liebsten mögen die Verbraucher gefüllte Schokoladentafeln, dicht gefolgt von ungefüllter Schokolade in Tafeln. Pralinen und andere Schokoladenerzeugnisse folgen erst mit deutlichem Abstand.
Reine heiße Schokolade ist ein wunderbares Getränk, das man sogar selbst aus zermahlenen Kakaobohnen herstellen kann, mit Milch aufgekocht und mit Zucker gesüßt. Für eine Tassee heiße Schokolade braucht man etwa 10 Kakaobohnen. Aber selbstverständlich gibt es fertige Mischungen zu kaufen, die sehr hochwertig sind und einen hohen Anteil an Kakaobohnen enthalten. In den Getränkeautomaten von Coffee at Work ist die “heiße Schokolde” eine besonders hochwertige Mischung aus Kakaobohnen, Trockenmilch und Zucker - ohne künstliche Aromen.
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