Pausen im Büro sind wichtig, um die Produktivität zu erhalten. Theoretisch weiß das jeder, doch in der Praxis sieht es oft anders aus. Da wird am Schreibtisch gegessen, getrunken, die Mittagspause gekürzt und verschoben - “Nur mal eben noch” wird zum ständigen Pausenkiller. Doch wenn man nicht ab und zu bewusst abschaltet, sinkt die Leistungsfähigkeit, steigen Infektionsanfälligkeit und Rückenprobleme.
War früher die Zigarette ein beliebter “Pausenklauer”, wird heute eher am Schreibtisch privat im Internet gesurft oder privat telefoniert oder gemailt. Die klaren Trennungslinien zwischen “Arbeit” und “Pause” verschwinden, und das ist höchst ungesund. Gerade in Büros, wo sich mehrere Beschäftigte einen Raum teilen, kann es dazu kommen, dass niemand vor den Kollegen als untüchtig erscheinen will, man verkneift sich Pausen und Unterbrechungen, die von den anderen bemerkt werden könnten.
13 Prozent aller E-Mails, die versendet werden, sind privater Natur. 40 Prozent der Büroangestellten in Deutschland geben an, das Internet während der Arbeitszeit auch privat zu nutzen. Dieses Nebeneinander von Arbeit und Privat macht jedoch krank. Denn mit der privaten Nutzung sind zwangsläufig auch Heimlichkeiten verbunden, man ist ständig auf der Hut vor dem Entdecktwerden. Die zweite Belastung ist ein ständig schlechtes Gewissen, da man ja sein Arbeitspensum schaffen muss.
Was tun? Wie immer im Leben helfen Aufrichtigkeit, Struktur, Transparenz und Bewusstsein. Im Folgenden ein paar praktikable Tipps, wie Sie zu Ihren wohlverdienten Pausen kommen, und nebenbei noch Ihre Effektivität steigern können:
- Wenn Sie mit mehreren in einem Büro arbeiten: sprechen Sie das Thema “Pausen” an. Ihre Kollegen werden sicher gern zusammen mit Ihnen überlegen, wie man Pausenregelungen für alle verbessern könnte. Ideal wäre es, wenn Sie sich wirklich einmal die Zeit nehmen, aufzuschlüsseln, welche Verbesserungen und Änderungen möglich sind.
- Beobachten Sie Ihren eigenen Umgang mit Pausen. Gehören Sie auch zu den Menschen,die sich durch das Internet leicht ablenken lassen? Können Sie sich erinnern, wie Sie damals als Kind ihr Zimmer aufräumten? Immer wieder blieb die Aufmerksamkeit an einem Ding hängen -und das Aufräumen zog sich endlos in die Länge - bis die Mutter einen energischen Schlussstrich ziehen musste. Das Internet und der E-Mail-Account stellen eine ständige Gefahr da, in dieses kindliche Verhalten zurückzufallen. Nur Struktur bewahrt davor, sich zwischen E-Mails und Surf-Klicks zu verlieren.
- Schaffen Sie sich Ihre eigene Struktur. Schauen Sie nicht ständig nach, wenn eine neue E-Mail angekommen ist. Machen Sie möglichst jede Stunde, - mindestens alle zwei Stunden - fünf Minuten Pause. Gehen Sie in dieser Zeit bewusst von Ihrem Arbeitsplatz weg. Holen Sie sich einen Kaffee oder schauen Sie aus dem Fenster. Bewegen Sie Ihre Schultern, Ihren Hals, Ihren Rücken, Ihre Arme und Beine. Wenn Sie in die Natur schauen können, ist so ein kurzer Blick wie ein kleiner Erholungsurlaub. Denn Bäume, Blumen und Naturerlebnisse beruhigen und entspannen uns.
- Nach den fünf Minuten Pause gehen Sie zurück an den Schreibtisch und kontrollieren Sie nun die E-Mails - falls nötig. Arbeiten Sie konzentriert und ohne sich ablenken zu lassen - bis zur nächsten Pause.
- Verabreden Sie sich mit Kollegen zu einer Fünf-Minuten-Pause, wenn die Arbeit es erlaubt. Setzen Sie eine genaue Uhrzeit fest und auch die Dauer der gemeinsamen Pause. Stehen Sie offen zu diesen Unterbrechungen. Das Gespräch mit Kollegen ist wichtig für das Unternehmen - es darf jedoch nicht überhand nehmen.
- Wenn Sie sich für den Tag vorgenommen haben, private Dinge online zu erledigen, schreiben Sie sich das schon zu Hause beim Frühstück auf und legen es neben den Schreibtisch. Setzen Sie fest, wann Sie z.B. Theaterkarten bestellen wollen, oder eine private E-Mail schreiben. Halten Sie sich an Ihre Vorgaben und haken Sie das Erledigte ab wie eine Einkaufsliste.
- Bemühen Sie sich, Ihre privaten Internetaktivitäten so zu strukturieren, dass Sie sich auch unter Beobachtung damit wohlfühlen. Heimlichkeiten bedrücken und machen angreifbar. Schlimmer Schaden entsteht, wenn Vorgesetzte sich hintergangen fühlen. Ein Vertrauensbruch kann schwer wieder repariert werden.
- Kaffee ist nicht nur ein beliebtes Genussmittel, es ist auch gesund für Körper, Geist und Seele. Die Wissenschaft enträtselt immer mehr die gesundheitlichen Vorteile von Coffein und Kaffee. Ob Alzheimer, Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kaffee schützt Sie vor vielen Erkrankungen, die durch Stress und Überlastung entstehen. Seien Sie gegenüber sich selbst anspruchsvoll und aufmerksam. Finden Sie heraus, wie und welchen Kaffee Sie sich am meisten wünschen -und sehen Sie zu, dass sich Ihre Wünsche erfüllen. Sie haben es sich verdient.
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