Gedächtnistraining: sich an Namen erinnern

Es ist jedesmal unangenehm, wenn man sich nicht an den Namen eines Kunden erinnern kann. Und doch passiert es - dem einen häufiger, dem anderen seltener. Es gibt ein paar Tricks, wie man von “häufiger” zu “seltener” wechseln kann. Ein Grundgerüst zum Namensgedächtnis finden Sie hier:

1. Trick: wenn sich jemand bei Ihnen vorstellt, wiederholen Sie direkt seinen Namen - laut und bewusst. “Schönen guten Tag, mein Name ist Haarmann”. “Oh, guten Tag, Herr Haarmann, schön, Sie kennen zu lernen…” Kann man sich ganz einfach angewöhnen (so wie die Kassiererinnen im Discounter es tun, wenn man mit Karte zahlt) - und ist schon der erste wirksame Schritt zum dauerhaften Merken.

2. Trick: schreiben Sie den Namen auf. Das muss Ihr Gegenüber ja nicht unbedingt merken. Am einfachsten ist es natürlich beim Telefonieren. Man kann den Namen verbinden mit einigen Informationen, und diesen “Spickzettel” an eine passende Stelle legen - zum Beispiel im Kalender zu dem Termin, der vereinbart wurde. Oder wenn man Outlook verwendet, ganz ungezwungen einige Merkmale notieren, die Ihnen beim Gespräch aufgefallen sind. Doch auch im persönlichen Gespräch Face to Face gibt es sicher einen Weg, unauffällig Namen und persönliche Kennzeichen zu notieren.

3. Trick: verbinden Sie den Namen mit einem äußeren Merkmal des Kunden. Die Kleidung ist allerdings weniger geeignet - schließlich stellt sie nur eine Momentaufnahme da…. Doch sicher gibt es im Gesicht, an den Händen, oder an der Gestalt des Besuchers ein Merkmal, das sehr individuell ist. Nehmen Sie dieses Merkmal innerlich bewusst wahr.

4. Trick: zaubern Sie aus dem Namen eine kleine Geschichte. Heißt Ihr Gegenüber Burgdorf, reicht es schon, sich zu merken: “Herr Burgdorf lebt in einer Burg über dem Dorf”. Unser Gehirn verbindet sofort ein Bild mit dieser Aussage - und der Name ist gespeichert. Andere Beispiele: Frau Knorr liebt Fertigsuppen von Knorr; Herr Steinhoff jagt mit einem Stein Hunde vom Hoff; Frau Herrmann sieht in ihrem Mann ihren Herrn. Je absurder und auffälliger, desto besser.

5. Trick: Auch für Sie selbst ist das eine Unterstützung, wenn Sie möchten, dass sich andere Menschen Ihren Namen merken. Wenn Sie sich vorstellen, benennen Sie gleich ein passendes Bild: “Ich heiße ‘Rasch’ wie ‘Eilig’” kann schon ausreichen. Oder bei “Kappeler”: “Die Steigerung von Kappe ist der Kappeler!” - Oder “Kappeler wie die Kapelle in männlich…”

6. Trick: bei ausländischen komplizierten Namen ist das Bildersuchen oft zu schwer. Da hilft nur mehrmaliges, sehr bewusstes Aufschreiben und lautes Wiederholen - gekoppelt mit einer so genannten Eselsbrücke. Zum Beispiel bei “Dziwisch” den Derwisch mit der Person kombinieren. Dann das “DZ” einige Male wiederholen, und dabei mit den Augen nach rechts oben schauen. Das regt das visuelle Gedächtnis an.

Grundsätzlich: wenn Sie es sich zur Angewohnheit machen, den Namen auszusprechen, zu notieren, ihn mit einer persönlichen Eigenart zu kombinieren - und eine kleine Parabel damit verbinden, müsste der Erfolg schnell sichtbar werden. Viel Glück wünscht Eva Ihnenfeldt

Hinterlasse eine Antwort

Coffee at Work